Die Beelitzer Heilstätten befinden sich in privatem Eigentum. Die Beelitz Heilstätten GmbH und Co. KG, kurz Beelitz KG, ein Unternehmen der Unternehmensgruppe Roland Ernst hatte das Gelände 1996 von der Landesversicherungsanstalt Berlin erworben. Die Beelitz KG startete vielversprechend mit der Reaktivierung des Geländes: Neubau und Sanierung der technischen Erschließungsanlagen, Um- und Neubau des Gesundheitsparks Beelitz, Entwicklung und Vermarktung eines ersten Wohngebiets, Planungen für mehrere Bereiche zur Entwicklung eines neuen Beelitzer Ortsteils mit dem Schwerpunkt Gesundheit und Wohnen. Anfang 2001 musste die Beelitz KG Insolvenz anmelden. Die in ihrem Eigentum befindliche Grundstücke wurden durch einen Rechtsanwalt verwaltet. Der Insolvenzverwalter und die Gläubigerbanken haben sich bemüht, das Areal an einen neuen Eigentümer und Entwickler zu veräußern.
Nach rund sieben Jahren Stillstand der Entwicklung wurde im vergangenen Jahr zunächst ein Käufer für ein Großteil der denkmalgeschützten Waldparklandschaft gefunden. Seitdem erfolgt in den nicht bebauten, äußeren Waldarealen die forstwirtschafliche Nutzung. In Anstimmung mir den Denkmalbehörden wird der Wald erstmals seit fast einem halben Jahrhundert wieder beförstert. Ein Großteil des Aufwuches wird herausgenommen und Holz geschlagen, auch um das Gelände wieder als relativ lichter und offener Waldpark erfahrbar zu machen. Gleichzeitig werden die historischen Waldwege wieder hergestellt und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Unterstützt werden die Arbeiten durch Beräumungsaktionen der Arbeitsgemeinschaft Rotkehlchen. Der Landkreis Potsdam-Mittelmark koordiniert die Abfallbeseitigung.
Im März 2008 erfolgte der Verkauf von rund 75 ha bebauter Fläche mit den leerstehenden historischen Gebäuden. Die neue Eigentümergesellschaft beabsichtigt die ursprünglichen Entwicklungsziele Gesundheit und Wohnen unter einer modifizierten städtebaulichen Konzeption fortzusetzen. Das besondere Flair und die Ausstrahlung des Areals werden erhalten bleiben. Es wird davon ausgegangen, dass der Großteil der denkmalgeschützten Anlage eine Renaissance erfährt. Die ersten Maßnahmen der Beseitigung der nicht denkmalgeschützten baulichen Hinterlassenschaft sowie die notwendigen vorbereitenden Planungen und Abstimmungen laufen.
April 2009
(c) Stadt Beelitz
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